Zum Inhalt springen

Siehe auch

Sie sind hier: Startseite gt; Filmsichtung

Filmsichtung „Wir sind Juden aus Breslau“

Foto von Teilnehmern an der Geschichts-AG (November 2018)

„Ein Film, der unter die Haut geht.“ So äußersten sich viele der Besucher der Dokumentation „Wir sind Juden aus Breslau“, die im Kinocenter Leer in einer Sondervorführung einem jugendlichen Publikum dargeboten wurde. Anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht hatte die VHS mit der Unterstützung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Regisseurin Frau Karin Kaper eingeladen, ihr preisgekröntes Werk zu zeigen. Annähernd der komplette 10. Jahrgang und die GeWi–Profilklassen des TGG haben von diesem Angebot profitiert! Gezeigt wurde ein fast zweistündiges Kaleidoskope von jüdischen Lebenswelten:
Vierzehn Zeitzeugen kamen zu Wort und berichteten von ihrer Identifikation mit dem Deutschtum in den 20er Jahren, den Folgen der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, der Brutalität des Regimes und der traumatischen Trennung von Eltern und Geschwistern – bis hin zu einem Neubeginn in Großbritannien, den USA oder Israel.

Stimmen zum Film:

Paul: Der Film ist insbesondere für Geschichtsinteressierte sehr hilfreich, über die Hintergründe und den Verlauf der Verfolgung zu erfahren.

Bastiaan: Ich möchte den Film weiterempfehlen, weil er sehr informativ ist und die Zuschauer sehr berührt. Man erhält viele Informationen über die Folgen der Shoa, weil 14 Zeitzeugen zu Wort kommen.

Cristina: Die Dokumentation hat geholfen, sich eine Vorstellung von der Verfolgung und ihre Bedeutung für die Holocaust-Überlebenden zu machen!

Max: Die jüdische Bevölkerung hatte sich mit Deutschland voll identifiziert. Jüdische Männer hatten sogar im I. Weltkrieg für das Land gekämpft. Fritz Stern (der im Film als Zeitzeuge auftritt) war sogar getauft. Umso erschreckender ist ihre schnelle Ausgrenzung, die in die Verfolgung mündete!

Hendrik: Die Schilderungen über die Zwangsarbeit fand ich sehr schlimm!

Arne: Die Berichte der Anita Lasker-Walfisch über die Zustände in Auschwitz und die Todesmärsche nach Bergen-Belsen sind mir nahe gegangen.

Charlotte: Man bekommt ein vertieftes Verständnis für den Wunsch der Juden, einen israelischen Staat zu gründen. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser wird leichter nachvollziehbar.

Gunnar: Der Film macht Mut, auch nach einer menschlichen Katastrophe einen Neubeginn zu wagen.

Claudia Lax

2018-11-21,