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Informationen der Fachgruppe Latein
– Stand: September 2020 –

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Siehe auch

Sekundarbereich I

Wir bieten am TGG zwei unterschiedliche Lehrgänge im Sekundarbereich I an:

1. Latein als zweite Fremdsprache ab Jahrgang 6

In den Jahrgängen 6 bis 9 arbeiten wir mit dem Lehrwerk ROMA A. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Textband, der neben den lateinischen Texten auch verschiedene Übungen und Informationen zum Leben im römischen Reich enthält, und den Begleitband, in dem sich die neuen Vokabeln und die grammatischen Themen finden. Neben diesen beiden Bänden umfasst das Lehrwerk noch weitere Materialien wie z. B. Arbeits-, Lektüre- und Rätselhefte sowie Übungssoftware. Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs arbeiten zunächst noch mit dem Lehrwerk prima N, mit dem sie in Jahrgang 6 begonnen haben. Auch dieses Lehrwerk umfasst einen Text- und einen Begleitband und weitere Materialien. Beide Lehrwerke, ROMA A und prima N, tragen den Erfordernissen des niedersächsischen Kerncurriculums für das Fach Latein Rechnung.

Im Laufe des 10. Jahrgangs beginnen die Schülerinnen und Schüler mit der Lektüre der ersten Originaltexte.

Der Kompetenzerwerb in den Jahrgängen 6 und 7

Allgemeine Vorbemerkungen

Zahlreiche der in den folgenden vier Abschnitten (Sprachkompetenz, Textkompetenz, Kulturkompetenz und methodische Kompetenz) genannten Kompetenzen werden im Laufe des lateinischen Lehrganges sukzessive erworben, erweitert und verfestigt. Sie werden hier in den Vorspann aufgenommen und nicht mehr eigens in den einzelnen Lektionen erwähnt.

Die Ziffern in runden Klammern beziehen sich auf die jeweiligen Seitenzahlen im Kerncurriculum.

Sprachkompetenz Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (13) verfügen nach Maßgabe des Lehrbuches über den geforderten Wortschatz (erreicht nach „prima“ L 13-14).
  • (13) archivieren, lernen und wiederholen Wörter unter Anleitung (z. B. Vokabelkasten, Vokabelheft, PC-Programm).
  • (13) unterscheiden veränderliche von unveränderlichen Wortarten und benennen diese Wortarten.
  • (13) sortieren die gelernten Wörter nach grammatischen (Wortarten, Deklinationen, Konjugationen) und semantischen Gruppen (Wortfamilien, Wort- / Sachfelder).
  • (14) entnehmen dem Wörterverzeichnis des Lehrbuches Wortbedeutungen.
  • (15) entdecken ihnen bekannte lateinische Wörter im Deutschen, Englischen und ggf. in anderen Fremdsprachen.
  • (15) erläutern die Bedeutung einiger Fremd- und Lehnwörter im Deutschen im Rückgriff auf das lateinische Ursprungswort, wenn ihnen der Zusammenhang bekannt ist.
  • (15) erklären bei signifikanten Wörtern die im Lateinischen und Deutschen unterschiedlichen Konzepte (z. B. villa – Villa; familia – Familie) (siehe dazu die „prima“-Rubriken: „Wortschatz“ / „Latein lebt“).
  • (21) wenden Betonungsregeln an und beachten Quantitäten.
  • (21) sprechen den Konsonanten s stimmlos, -ti als „ti“, c / ch als „k“
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (23) erschließen Lehrbuchtexte, indem sie ein vorläufiges Textverstehen entwickeln und die Texte dekodieren. Sie übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
  • (23) gewinnen einen ersten Einblick in die griechisch-römische Welt und in Themen der lateinischen Literatur.
  • werden durch Rezitation der Lektionstexte durch den Lehrer dazu angeleitet, Texte anhand von Leitfragen durch Hörverstehen in zentralen Aussagen zu erfassen.
  • (26) stellen eine von ihnen erarbeitete Übersetzung vor und begründen diese.
  • (26) geben zu Übersetzungsvorschlägen der Mitschülerinnen und Mitschüler erkenntnisleitende Hinweise.
  • (26) greifen Verbesserungen auf.
  • (26) formulieren eine sachlich korrekte, zielsprachlich angemessene Version.
  • reflektieren einfache Textaussagen und setzen sie im Sinne einer historischen Kommunikation in Beziehung zu heutigen Lebens- und Denkweisen.
Kulturkompetenz Methodische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (31) nutzen das Lehrbuch als Informationsquelle (Eigennamenverzeichnis, Abbildungen, Karten).
  • (31) filtern angeleitet aus erklärenden Darstellungen und Medien (z. B. Lehrervortrag, Texte, Bilder, Filme) thematisch relevante Sachinformationen heraus.
  • (31) stellen gemeinsam erarbeitete Inhalte nach sachlichen Gesichtspunkten verständlich vor.
  • werden durch bestimmte Aufgabenstellungen zu einem Vergleich zwischen Antike und Gegenwart angeleitet.
  • (34) beschreiben angeleitet antike Kunstgegenstände (vgl. dazu: Lehrerhandbuch zu „prima“ mit exemplarischen Bildbeschreibungen).
Die Schülerinnen und Schüler …
  • gehen sicher mit dem Lehrwerk um (Vokabel-, Personen-, Grammatikverzeichnis).
  • wenden ausgewählte Methoden des Vokabellernens an: Vokabelheft, Lernkartei, Lernsoftware (Projekttag).
  • nutzen lernökonomisch die Wortbildungslehre zum Vokabellernen.
  • werden durch Aufgabenstellungen zu selbstständigem und kooperativem Dokumentieren und Präsentieren von Arbeitsergebnissen angeleitet.
Übersicht: Jahrgang 6
Lehrbuch ROMA A Lektionen 1–7
(Die Anzahl der Lektionen kann je nach den Gegebenheiten in der jeweiligen Lerngruppe variieren.)
Arbeitstechniken und Methoden Erschließung lateinischer Texte (sinnweisendes Lesen, Markierungen auf Folie, Inhaltswiedergabe, Stellungnahme zum Inhalt)
Vokabellernen, Erschließung deutscher Sachtexte, Heftführung, Gesprächsregeln, Zeitmanagement, Hausaufgabenheft, Einführung in die Vokabelsoftware Navigium, eventuell Übung mit Zusatzmaterial zum Lehrbuch
Wochenstundenzahl 4 (in der Profil- wie in der Standardstundentafel)
Anzahl der Klassenarbeiten 4
Konzeption Die Klassenarbeiten bestehen aus einem zu übersetzenden lateinischen Text und weiteren Aufgaben aus den Bereichen der Sprach-, Text- oder Kulturkompetenz.

Eine Aufschlüsselung nach den einzelnen Lektionen bietet eine .

Übersicht: Jahrgang 7
Lehrbuch ROMA A Lektionen 8–14
(Die Anzahl der Lektionen kann je nach den Gegebenheiten in der jeweiligen Lerngruppe variieren.)
Arbeitstechniken und Methoden siehe Jahrgang 6; ferner: Erschließung lateinischer Texte (Kästchen- / Einrückmethode, Gradatim, Leitwörter, Prädikate, Konnektoren)
Arbeit mit Nachschlagewerken / Informationsbeschaffung, selbstständiger Umgang mit der Grammatik, Informationsverarbeitung / Visualisierung, Referate
Wochenstundenzahl 4 (in der Profil- wie in der Standardstundentafel)
Anzahl der Klassenarbeiten 4
Konzeption siehe Jahrgang 6

Eine Aufschlüsselung nach den einzelnen Lektionen bietet eine .

Der Kompetenzerwerb in den Jahrgängen 8 und 9

Allgemeine Vorbemerkungen

Am Ende von Jahrgangsstufe 8 soll mit Lektion 44 der Grammatikdurchgang abgeschlossen sein.

Zahlreiche der in den folgenden vier Abschnitten genannten Kompetenzen werden im Laufe des lateinischen Lehrganges sukzessive erworben, erweitert und verfestigt. Sie werden hier in den Vorspann aufgenommen und nicht mehr eigens in den einzelnen Lektionen erwähnt.

Die Ziffern in runden Klammern beziehen sich auf die jeweiligen Seitenzahlen im Kerncurriculum.

Sprachkompetenz Textkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (13) beherrschen den Lernwortschatz ihres Lehrbuches (ca. 80 % des Grundwortschatzes).
  • (13) wenden Techniken des Erschließens, Archivierens, Lernens, Wiederholens von Wörtern und Wendungen selbstständig und eigenverantwortlich an.
  • (14) entnehmen dem Wörter- und Eigennamenverzeichnis des Lehrbuches selbstständig Informationen (z. B. Bedeutungen, Genitiv, Genus, Stammformen, Sacherläuterungen).
  • (14) benennen grundlegende Regeln der Lautveränderung (Vokalschwächung, Assimilation).
  • (14) wenden ihr Wissen um die Wortbildung auf parallele Beispiele bei anderen Wörtern an.
  • (15) beschreiben das Konzept von Kernbegriffen, die in der Welt der Römer verankert sind (z. B. virtus, imperium, fides, pietas, gloria, honor), und wählen bei der Übersetzung zunehmend selbstständig kontextbezogen entsprechende deutsche Begriffe.
  • (15) erläutern die Bedeutung einiger Fremd- und Lehnwörter im Deutschen im Rückgriff auf das lateinische Ursprungswort, wenn ihnen der Zusammenhang bekannt ist.
  • (15) führen häufig verwendete Fremd- und Lehnwörter auf das lateinische Ursprungswort zurück und beschreiben den Bedeutungswandel („prima“: Latein lebt).
  • (17) erschließen Formen mit Hilfe der grundlegenden Bildungsprinzipien.
  • (17) erlernen, festigen und wiederholen die Formen eigenständig, auch mit Hilfe der Begleitgrammatik.
  • (21) lesen die Lehrbuchtexte nach sprachlicher, formaler und inhaltlicher Klärung und Vertiefung unter Beachtung der Betonungsregeln flüssig und sinnadäquat.
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (21) nennen die Thematik lateinisch vorgetragener parataktischer und überschaubarer hypotaktischer Sätze, wenn sie strukturiert vorgetragen werden und die Vokabeln überwiegend bekannt sind.
  • (22) erläutern zunehmend selbstständig sprachliche Bilder.
  • (23) erschließen Lehrbuchtexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
  • (23) gewinnen einen ersten Einblick in die römische Welt und in Themen der lateinischen Literatur.
  • (24) benennen und belegen nach dem Hören und / oder Lesen eines Textes wesentliche Merkmale (z. B. zentrale Begriffe, gliedernde Strukturelemente) und stellen Bezüge her.
  • (24) erklären Funktion und Bedeutung einzelner Wortgruppen und Wörter aufgabenbezogen.
  • (24) arbeiten die Grobstruktur eines Textes heraus.
  • (25) fassen ihre Beobachtungen zu einem vorläufigen Textverständnis zusammen und belegen diese.
  • (26) vergleichen ihre Vorschläge mit anderen Übersetzungen und nehmen Stellung dazu.
  • (26) prüfen die Übersetzbarkeit lateinischer Strukturen und Wendungen.
  • (26) benennen stilistische Gestaltungsmittel des Textes (Anapher, Alliteration, Polysyndeton, Asyndeton) und beschreiben ihre Wirkung.
  • (26) nehmen begründet Stellung zur zentralen Aussage des Textes.
Kulturkompetenz Methodische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (32) vergleichen angeleitet Elemente der römischen Gesellschafts- und Lebensstruktur mit denen ihres eigenen Erfahrungs- und Erlebensbereiches (z. B. Erziehung, Schulbildung, politisches Handeln, Ehe).
  • (33) setzen sich mit ihnen fremden Verhaltensweisen und Regeln auseinander.
  • (33) erkennen sich selbst im Kontinuum von Wertetraditionen.
  • (34) erfassen die Einheit von Pragmatik / Funktionalität und Ästhetik als ein Wesensmerkmal römischer Architektur.
Die Schülerinnen und Schüler …
  • (24) verwenden grafische Analysetechniken zur Darstellung einfacher Satzgefüge (z. B. Einrückmethode).
  • (25) gehen systematisch nach analytischen Satzerschließungsverfahren vor.
  • (31) beschaffen sich vermehrt eigenständig Informationen aus zugänglichen Quellen (z. B. Sachwörterbuch, Bibliotheken, Internet).
  • (31) filtern aus unterschiedlichen Medien zunehmend selbstständig thematisch relevante Sachinformationen heraus.
  • (31) präsentieren mediengestützt selbstständig erarbeitete und nach sachlichen Gesichtspunkten geordnete Inhalte.
Übersicht: Jahrgang 8
Lehrbuch ROMA A Lektionen 15-21
(Die Anzahl der Lektionen kann je nach den Gegebenheiten in der jeweiligen Lerngruppe variieren.)
Arbeitstechniken und Methoden siehe Jahrgang 6, ferner: Erschließung lateinischer Texte (Kästchen- / Einrückmethode, Gradatim, Leitwörter, Prädikate, Konnektoren)
Arbeit mit Nachschlagewerken / Informationsbeschaffung, selbstständiger Umgang mit der Grammatik, Informationsverarbeitung / Visualisierung, Referate
Wochenstundenzahl 4 (in der Profil- wie in der Standardstundentafel)
Anzahl der Klassenarbeiten 4
Konzeption siehe Jahrgang 6

Eine Aufschlüsselung nach den einzelnen Lektion bietet eine .

Übersicht: Jahrgang 9

Lehrbuch ROMA A Lektionen 22-28
(Die Anzahl der Lektionen kann je nach den Gegebenheiten in der jeweiligen Lerngruppe variieren.)
Arbeitstechniken und Methoden siehe Jahrgang 7, ferner: Einführung in die Arbeit mit dem lat.-dt. Wörterbuch
Wochenstundenzahl 4 (in der Profil- wie in der Standardstundentafel)
Anzahl der Klassenarbeiten 4
Konzeption siehe Jahrgang 6

Eine Aufschlüsselung nach den einzelnen Lektion bietet eine .

Der Kompetenzerwerb in Jahrgang 10

in Schuljahr 2020/21

Lehrbuch prima N letzte Lektionen des Lehrbuchs
Arbeitstechniken und Methoden siehe Jahrgang 7

Nach der Arbeit mit dem Lehrbuch, die vorrangig dem Spracherwerb diente, wird nun der Einstieg in die Lektüre unternommen:

Leichte Originaltexte werden erschlossen, adäquat übersetzt und interpretiert. Die Schülerinnen und Schüler „gewinnen einen ersten Eindruck in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur“ (Kerncurriculum Latein, 21). Dabei kann auf verschiedene Autoren und Textausgaben zurückgegriffen werden.

Vor diese Anfangslektüre kann eine Phase der Übergangslektüre eingeschoben werden, in der lateinische Originaltexte in vereinfachter Form bearbeitet werden. In dieser Phase der Übergangslektüre können die Lektionen 45 bis 50 des Lehrbuches oder Texte aus der prima-Übergangslektüre übersetzt und besprochen werden.

Eine systematische Arbeit am Wortschatz (Wiederholung und Erweiterung) erfolgt mit Hilfe der Wortkunde adeo Norm. Das lateinische Basisvokabular.

Arbeitstechniken und Methoden Umgang mit einem zweisprachigen Wörterbuch, Stilanalyse
Wochenstundenzahl 4 (in der Profil- wie in der Standardstundentafel)
Anzahl der Klassenarbeiten 4 (in der Profil- wie in der Standardstundentafel)
Konzeption siehe Jahrgang 6

Am Ende des 10. Jahrgangs wird das Kleine Latinum erworben, sofern die Endzensur „ausreichend“ oder besser ist.

2. Latein als dritte Fremdsprache („Latein wahlfrei“)

Schülerinnen und Schüler, die am TGG Französisch oder Niederländisch als zweite Fremdsprache lernen, haben die Möglichkeit, in Jahrgang 8 oder 9 Latein als dritte Fremdsprache zu wählen. Wir arbeiten in diesem Lehrgang mit dem Lehrwerk prima C. Mit diesem Lehrbuch werden innerhalb von drei Jahren die wesentlichen sprachlichen Kenntnisse erworben, so dass die Schülerinnen und Schüler anschließend lateinische Texte im Original bewältigen können. Nach vier Jahren wird das Kleine Latinum erworben, sofern die Endzensur „ausreichend“ oder besser ist. Entsprechendes gilt für das Latinum nach fünf Jahren.

Sollte sich jedoch die Wahl der dritten Fremdsprache als zu große Belastung der Schülerin bzw. des Schülers erweisen, ist es mit einer entsprechenden schriftlichen Erklärung der Erziehungsberechtigten möglich, den Kurs zum Ende des jeweiligen Schulhalbjahres zu verlassen.

Arbeitstechniken und Methoden siehe unter „Latein als zweite Fremdsprache ab Jahrgang 6
Anzahl der Klassenarbeiten 3
Konzeption siehe unter „Latein als zweite Fremdsprache ab Jahrgang 6

Sekundarbereich II

Einführungsphase: Jahrgang 11

1. Latein als fortgeführte zweite Fremdsprache

In diesem Jahrgang wird die Anfangslektüre fortgesetzt. Dabei werden die vorhandenen Kenntnisse vertieft, und es erfolgt eine Hinführung zum Unterricht in der Qualifikationsphase. In diesem Zusammenhang wird auch die Arbeit mit dem lateinisch-deutschen Wörterbuch (Stowasser) weiter eingeübt. Eine systematische Arbeit am Wortschatz (Wiederholung und Erweiterung) wird mit Hilfe der Wortkunde adeo Norm. Das lateinische Basisvokabular fortgeführt. Der Unterricht umfasst drei Wochenstunden. Im gesamten Jahr werden vier zweistündige Klausuren geschrieben, die aus einem Übersetzungsteil und aus Aufgaben zur Sprach- und Textreflexion bestehen. Am Ende des 11. Jahrgangs wird das Latinum erworben, sofern die Endzensur „ausreichend“ oder besser ist.

2. Latein als dritte Fremdsprache („Latein neu“)

In Jahrgang 11 kann ein weiteres Mal mit dem Lateinlernen begonnen werden. Die Spracherwerbsphase erstreckt sich in diesem Kurs über drei Halbjahre. Im gesamten Jahr werden drei zweistündige Klausuren geschrieben, die aus einem Übersetzungsteil und aus Aufgaben zur Sprach- und Textreflexion bestehen.

Qualifikationsphase: Jahrgänge 12 und 13

Das Fach Latein wird in Kursen auf grundlegendem mit drei oder auf erhöhtem Anforderungsniveau mit fünf Wochenstunden angeboten. Die Klausuren bestehen aus einem Übersetzungs- und aus einem Interpretationsteil.

Das Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe im Fach Latein nimmt eine Zuordnung von insgesamt 13 Leitthemen zu vier Gegenstandsbereichen vor:

Gegenstandsbereiche
A B C D
Sprache – Literatur Gesellschaft – Kultur Politik – Geschichte Philosophie – Religion
Leitthema 1:
Römische Liebesdichtung

Ovid, amores
Leitthema 5:
Moralische Grundlagen politischer Kultur

Cicero, de officiis
Leitthema 8:
Römische Geschichte an Persönlichkeiten

Livius, ab urbe condita
Leitthema 11:
Römische Staatsphilosophie

Cicero, de re publica
Leitthema 2:
Römische Briefliteratur

Plinius, epistulae
Leitthema 6:
Aeneas – Sinnbild römischen Selbst-
verständnisses


Vergil, Aeneis
Leitthema 9:
Römische Geschichte und ihre Deutung

Sallust, coniuratio Catilinae
Leitthema 12:
Die Ethik Epikurs

Cicero, de finibus
Leitthema 3:
Wandel als Grundprinzip der Natur

Ovid, Metamorphosen
Leitthema 7:
Die Rede als Mittel der Politik

Cicero, orationes Philippicae
Leitthema 10:
Prinzipat und Freiheit

Tacitus, Annalen
Leitthema 12:
Die Philosophie der Stoa – secundum naturam vivere

Seneca, epistulae morales
Leitthema 4:
Mythische Frauengestalten im literarischen Brief

Ovid, heroides

Das Niedersächsische Kultusministerium gibt drei Leitthemen vor, anhand derer die verschiedenen Gegenstandsbereiche in den ersten drei Semestern der Qualifikationsphase erarbeitet werden.

Zentralabitur 2021

Schülerinnen und Schüler, die mit Beginn des Schuljahrs 2019/20 in die Qualifikationsphase eingetreten sind, bearbeiten in den ersten drei Semestern die Leitthemen 6, 2 und 9; im vierten Semester werden sie sich mit einem Thema und den entsprechenden Kompetenzen aus dem Bereich D befassen.

Zentralabitur 2022

Schülerinnen und Schüler, die mit Beginn des Schuljahrs 2020/21 in die Qualifikationspase eingetreten sind, werden sich mit den Leitthemen 9, 12 und 3 auseinandersetzen; im vierten Semester werden sie sich mit einem Thema und den entsprechenden Kompetenzen aus dem Bereich B befassen

Zentralabitur 2023

Schülerinnen und Schüler, die mit Beginn des Schuljahrs 2021/22 in die Qualifikationsphase eintreten werden, bearbeiten in den ersten drei Semestern die Leitthemen 3, 7 und 13; im vierten Semester werden sie sich mit einem Thema und den entsprechenden Kompetenzen aus dem Bereich C befassen.

Nach vier Semestern der Qualifikationsphase wird das Große Latinum erworben, sofern in den letzten beiden Semestern zusammen mindestens 10 Punkte erreicht worden sind (davon mindestens 5 Punkte im 4. Semester).

Fördermaßnahmen

Zentrales Ziel der Fördermaßnahmen im Fach Latein ist die Vervollkommnung der Übersetzungsfähigkeit. Hierzu wird im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften, aber auch im regulären Unterricht zusätzliche Gelegenheit zur Übung in den Bereichen Textde- und -rekodierung, Grammatik und Realien gegeben.

Ursula Wingert, Fachgruppe Latein, 25.09.2020

2020-09-26,