Am 18. Juni 2026 wurde das TGG offiziell als „Humanitäre Schule 2026“ zertifiziert — eine Auszeichnung, die unser schulisches Engagement für Solidarität, Menschenrechte und praktische Hilfe würdigt. Die Verleihungsfeier in Hannover bot einen würdigen Rahmen: Grußworte kamen unter anderem vom Oberbürgermeister der Stadt Hannover und vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe. Ein Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes gab eindrucksvolle Einblicke in Menschenrechte und die Regelungen zu internationalen Konflikten, während die Gruppe Fudge Vol 1 die Feier musikalisch umrahmte und das Publikum begeisterte. Bei sommerlichen Temperaturen rundeten ein vorzügliches Büffet und ein Eiswagen die Veranstaltung ab. Die Auszeichnung ist Teil des Projekts „Humanitäre Schule“, das vom Jugendrotkreuz Niedersachsen geleitet wird und Schulen ermutigt, humanitäre Werte praktisch zu leben: Achtung vor Menschenrechten, Solidarität, Hilfe in Notlagen und die Verbindung von schulischem Lernen mit konkretem Engagement im In- und Ausland.
Auch unser eigenes Projekt zeigt, wie diese Werte gelebt werden können — und wie wichtig Flexibilität ist. Ursprünglich war vorgesehen, unsere Partnerschule in Ndiaganiao (Senegal) bei einer Baumaßnahme zu unterstützen. Da sich die lokalen Rahmenbedingungen allerdings kurzfristig änderten, entschieden wir uns, das Vorhaben vorübergehend anders zu gestalten. Statt die Bauarbeiten zu forcieren, stellten wir eine Beteiligung am Obstkauf sicher: Die Klasse 10ds sammelte Mittel und übernahm damit einen wichtigen Anteil an der Finanzierung regelmäßiger Obstlieferungen, um die wöchentliche Versorgung der Schülerinnen und Schüler vor Ort zu unterstützen.
Finanziert wurde diese Beteiligung vollständig durch zwei Aktionen der Klasse 10ds am TGG: Eine Leergutsammlung, die sich über das ganze Schuljahr erstreckte und ein Kuchenverkauf.. Die Erlöse flossen in die Beteiligung am Obstkauf und stärkten zugleich den Gemeinschaftssinn.
Die positiven Rückmeldungen aus Ndiaganiao waren eine wichtige Bestätigung für die Schülerinnen und Schüler, dass auch vergleichsweise einfache Maßnahmen großen Einfluss haben können.
Am Ende des Projekts bleibt die zentrale Erkenntnis: Wir können nicht jedes Problem sofort lösen, aber wir können jeden Tag einen konkreten Unterschied machen.
