Eine Lebensgeschichte, die nicht vergessen werden darf – Einladung zum Gedenken an die Pogromnacht am 09.11.2026 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Lehrkräfte, 

am 9. November erinnern wir uns an die Reichspogromnacht von 1938 – an die Gewalt, die Zerstörung und die systematische Verfolgung jüdischer Menschen durch die Nationalsozialisten. 

Hinter den historischen Ereignissen stehen Menschen. Menschen mit Namen, Familien, Hoffnungen und eigenen Lebensgeschichten. 

Eine dieser Geschichten möchten wir, das Seminarfach „Jüdische Lebenswelten“ des Jahrgangs 13, euch an diesem Abend erzählen: Das kurze Leben der Annemarie Rosel Weinberg. 

Rosel wurde 1935 geboren. Sie wuchs in Weener auf, spielte mit ihrer Familie und hatte ihr ganzes Leben noch vor sich. Doch auch die damals dreijährige Rosel fiel der Pogromnacht und somit der Brutalität der Nationalsozialisten zum Opfer. Rosel wurde mit gerade mal 6 Jahren im Ghetto Minsk ermordet. 

Ihre Geschichte ist eng mit der des Shoa-Überlebenden Albrecht Weinberg verbunden, welcher in diesem Jahr verstorben ist. Von Anfang an hatte er an den jährlichen Gedenkveranstaltung teilgenommen, um die Vergangenheit mit den vielen Opfern und ihren traurigen Schicksalen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. 

Auch an unserer Schule leistete Albrecht Weinberg in Form von Zeitzeugen-gesprächen Erinnerungsarbeit und trug dabei stets ein Foto seiner kleinen Großcousine Rosel bei sich. 

In diesem Jahr wird Albrecht Weinberg erstmals nicht mehr bei der Gedenkveranstaltung dabei sein können. Umso wichtiger ist es uns, die Erinnerung weiterzutragen. 

Im Rahmen der städtischen Gedenkveranstaltung werden wir als Schülerinnen und Schüler des Teletta-Groß-Gymnasiums gemeinsam mit unserer Lehrkraft Frau Lax das Schicksal von Rosel Weinberg in einer szenischen Darstellung vorstellen und anschließend daran das Gedicht „Ich bin ein Stern“ vortragen. 

Eine Fotografie der kleinen Rosel Weinberg, die ihr Onkel Max Grünberg im Jahre 1938 in Weener von ihr gemacht hatte. Die einzige Bildquelle, die von ihr erhalten geblieben ist. 

 

Wir laden euch herzlich ein, dabei zu sein. 

Montag, 9. November 2026, 18:00 Uhr 

Synagogengedenkplatz am Bummert, Leer 

Lasst uns gemeinsam erinnern. Denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Hinter jedem Namen eine Geschichte. Und jede Geschichte verdient es, erzählt zu werden. 

Wir freuen uns, wenn viele von euch kommen und diesen Abend mit uns verbringen.