Vom 7. bis 9. Oktober 2026 begrüßte das Teletta-Groß-Gymnasium Schüler*innen unserer belgischen Partnerschule, des Sint-Jozefsinstituut Ternat nahe Brüssel, im Rahmen des Erasmus+-Projekts Understanding AI Together – A Cross-Border School Partnership. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz und die Frage, wie junge Menschen diese Technologie reflektiert und verantwortungsbewusst nutzen können. Alle teilnehmenden Schüler*innen auf deutscher Seite hatten zuvor an mindestens einem digitalen eTwinning-Projekt u.a. mit der belgischen Partnerschule mitgewirkt.
Am ersten Projekttag arbeiteten insgesamt 54 deutsche und belgische Schüler*innen in zehn internationalen Teams zusammen. Englisch diente dabei durchgehend als gemeinsame Arbeits- und Kommunikationssprache. In fünf Gruppen entwickelten die Jugendlichen Konzepte für interaktive Workshops, die unterschiedliche Perspektiven auf Künstliche Intelligenz eröffnen und insbesondere das kritische Denken fördern sollen. Die Workshops werden im Januar an der belgischen Partnerschule im Englischunterricht mit belgischen Schüler*innen durchgeführt. Vier weitere Teams widmeten sich der Erstellung digitaler Inhalte rund um das Thema KI. Dabei entstanden u.a. Videos und ein Social-Media-Account, mit denen die Jugendlichen das Thema auf kreative und zeitgemäße Weise aufbereiten. Eine weitere Gruppe konzentrierte sich darauf, eine AI Charter mit Guidelines für den sinnvollen Einsatz von KI an Schulen sowie ein Toolkit für Schüler*innen zu erstellen, um den bewussten Umgang mit KI zu schulen und Entscheidungshilfen zu bieten, wann KI sinnvoll ist und wann nicht.
Die Workshops, die digitalen Produkte und die AI Charter verbunden mit dem Toolkit werden während der weiteren Projektarbeit, u.a. mittels eTwinning und insbesondere beim Gegenbesuch in Belgien, weiterentwickelt, fertiggestellt und schließlich an der Partnerschule präsentiert.
Der zweite Projekttag führte die deutsch-belgische Gruppe gemeinsam nach Bremen. Dort nutzten die Jugendlichen die Zeit, um in ihren internationalen Kleingruppen weiter an ihren Projekten zu arbeiten, Recherchen durchzuführen und auch Passant*innen zum Thema KI zu befragen. Gleichzeitig bot der Ausflug zahlreiche Gelegenheiten, die internationalen Freundschaften zu vertiefen, Englisch außerhalb des Klassenzimmers anzuwenden und gemeinsam die Hansestadt zu erkunden. Auch die fünf begleitenden Lehrkräfte – drei belgische und zwei deutsche – nutzten den Tag für den interkulturellen Austausch, unter anderem bei einem gemeinsamen Besuch in einem Bremer Katzencafé.
Nach einem herzlichen Abschied in Bremen traten die belgischen Gäste ihre Heimreise Richtung Brüssel an. Doch die Zusammenarbeit geht weiter: Über die europäische Schulplattform eTwinning bleiben die internationalen Teams in Kontakt, tauschen Ideen aus und entwickeln ihre Projekte gemeinsam weiter.
Schon jetzt ist die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen groß: Vom 11. bis 15. Januar 2027 reisen die deutschen Schüler*innen zusammen mit ihren Lehrkräften, Herrn Liebsch und Herrn Werner, zum Gegenbesuch nach Brüssel. Dort sollen die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse ihren Abschluss finden und an der belgischen Partnerschule präsentiert werden.
Bereits der erste Teil der Begegnung hat eindrucksvoll gezeigt, wie gewinnbringend europäische Zusammenarbeit sein kann: Die Jugendlichen beschäftigen sich nicht nur mit einem hochaktuellen Zukunftsthema, sondern stärken zeitgleich ihre Fremdsprachenkenntnisse, ihre Medienkompetenz und ihre Fähigkeit, über kulturelle und nationale Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. So wird aus der gemeinsamen Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz zugleich ein lebendiges Stück Europa.
Der Besuch der belgischen Partnerschule am Teletta-Groß-Gymnasium wurde durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union kofinanziert.